Gestaltungsansatz

Wir greifen in unseren Arbeiten auf unsere Erfahrungen, die Lehre und Forschung zurück und nutzen die Ansätze verschiedener Denkschulen

Wir schlagen immer wieder die Brücke zwischen unseren Erfahrungen, der Lehre und Forschung. In unseren Praxiseinsätzen greifen wir einerseits auf unseren Fundus von Erfahrungen, bewährte Methoden und unsere Intuition zurück. Andererseits reflektieren wir regelmässig die theoretischen Grundlagen und wissenschaftliche Legitimation unseres Tuns. Dabei lassen wir uns von neueren Forschungsergebnissen, Ansätzen und Konzepten inspirieren, die wir aber nicht unreflektiert übernehmen, sondern jeweils prüfen, inwiefern deren Erkenntnisse für die Praxis tauglich und nützlich sind.

Wir stützen uns nicht auf eine spezifische Denkschule, denn wir glauben, dass sich je nach Situation die zahlreichen Denkansätze für das Verständnis der Ausgangslage, die Lösungssuche und die Entscheidungsfindung unterschiedlich gut eignen, z.B.

Systemtheoretische Ansätze sind hilfreich, wenn den komplexen Gebilden von Unternehmen mit ihren vielschichtigen offenen Subsystemen in Veränderungsprozessen gerecht zu werden ist. Demnach sollen die Projektorganisation und Prozessarchitektur systemisch angelegt werden und Interventionen der Systemdynamik Rechnung tragen. Diesem Anspruch wird beispielsweise dann begegnet, wenn Projektteams prozessorientiert und entsprechend den kritischen Schnittstellen (Abhängigkeiten) zusammengestellt und Kommunikationsgefässe hierarchie- und bereichsübergreifend gebildet werden. Dadurch kann das relevante Wissen rechtzeitig in die Veränderungsprojekte einfliessen, verknüpft und weiterentwickelt werden. Übergeordnete Leitbilder und Strategien dienen in dieser Denkschule dazu, die Teilsysteme zu orientieren und auf Kurs zu halten.

In Sanierungssituationen sind revolutionäre top-down Ansätze sicher angemessener als evolutionäre bottom-up Prozesse, die sich wiederum für die Entwicklung dezentraler Teilstrategien eignen. Oft ist eine sinnvolle Abfolge von top-down, middle-up, middle-down, bottom-up Prozessen zweckmässig.

Zum besseren Verständnis der realen und informalen Entscheidungsabläufe können auch machttheoretische Überlegungen dienen. Demnach werden Strategien als Resultat von Verhandlungsprozessen begriffen, in welchen Macht und Politik eingesetzt werden. In solchen Situationen ist darauf zu achten, inwiefern die Ergebnisse zu suboptimalen Lösungen für das Unternehmen führen.

Dank unserer reichen Praxiserfahrung können wir umgekehrt in der Lehre die theoretischen Grundlagen anhand von zahlreichen Beispielen lebensnah illustrieren und so besser zugänglich machen.

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